KOSOVO
NACH DEN BOMBEN Wo in Europa im Jahr 2000 hat die Politik der
Westmächte direkt zur bösartigen Verfolgung und
Vertreibung einer alten jüdischen Gemeinschaft geführt?
Cedomir Prlincevic, der ehemalige Leiter des
Provinzarchivs in Kosovo und Vorsteher der jüdischen
Gemeinde, musste mit einem Taxi nach Mazedonien in
Sicherheit gebracht werden. Gemeinsam mit seiner betagten
Mutter konnte er sich in die jugoslawische Hauptstadt
Belgrad retten, mit nur dem Talmud im Gepäck. Aber dieser Massenexodus ist nicht nur auf Serben beschränkt. Im letzten Juni und Juli verließen 300.000 Kosovaren ihre Wohnungen, darunter Roma, Türken und Gorani (slawisch sprechende Moslems). Die meisten gingen nach Belgrad oder ins benachbarte Montenegro. Die Vertreibung auch der beiden letzteren Gruppen weist darauf hin, dass die gleiche Religionszugehörigkeit keinen Schutz gegen den Zorn der moslemischen albanischen Extremisten bietet. Heute sind Serben und Gorani auf sechs kleine Enklaven in Kosovo eingeschränkt. Es mag ironisch klingen, aber ihre Sicherheit und die von hunderten wunderschönen mittelalterlichen serbisch orthodoxen Klöstern und Kirchen - hängt ab vom zweifelhaften Schutz der NATO-Soldaten der selben Mächte, die den Krieg im vergangenen Jahr vom Zaun gebrochen haben. In diesem neuen von der UCK kontrollierten Kosovo, der durch die Aggression der NATO geschaffen wurde und durch den zum Augenauswischen "Friedenstruppen" patrouillieren, ist keine Minderheit sicher. Im Dorf Lecnice wurde seit dem Mittelalter von einer kleinen Gruppe römisch katholischer Kroaten bewohnt. Im vergangenen Oktober, wenige Monate vor dem 700-Jahre-Jubiläum, flohen alle 300 Mitglieder dieser Gemeinschaft nach Kroatien. Ein 86 Jahre alter Tscheche wurde mit einer Kugel im Kopf im einem Park in der Nähe Pristinas gefunden. Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass die Verfolgung und Ausrottung ethnischer Minderheiten den einzigen Unterschied zwischen altem und neuem Kosovo bildet. Gemäßigte" Albaner um nicht zu reden von Intellektuellen und Gegnern der UCK sind nach Belgrad geflohen, wohin schon früher Kroaten und bosnische Moslems vor Krieg und Faschismus in ihren Republiken geflüchtet waren. Seit dem Abzug der Armee Milosevics hat die UCK schon lange berüchtigt wegen ihrer Rolle als Drogenlieferant nach Westeuropa eilig die schlimmsten Übel aus der ganzen Welt in ihrem neuen Herrschaftsbereich etabliert. Überall finden sich gestohlene Autos, wie in Albanien. Der Handel mit Prostituierten aus Balkanländern und der ehemaligen Sowjetunion ist ein ernstes Problem geworden, mit dem sich die Friedenstruppen" mit ihren beschränkten Ressourcen gar nicht befassen können. Lynchjustiz, Plünderungen und Schmuggel haben eine Stufe der Gesetzlosigkeit erreicht, die das übrige Jugoslawien im Vergleich brav wie eine Klosterschule erscheinen lässt. Überrascht? Im Februar 1999, gerade vor dem Krieg, beschrieb Robert Manning vom Rat für auswärtige Beziehungen die Ziele der USA auf dem Balkan: "Umwandlung des ehemaligen Jugoslawien in eine Reihe von Protektoraten, eine Provinz nach der anderen." In anderen Worten, sie in das globale Wirtschaftssystem integrieren als Beute für die Piraten des freien Marktes und die wirtschaftliche Kolonisierung durch die USA. Die Bürger der USA können nicht getadelt werden, weil sie nichts über diese tragischen Entwicklungen wissen, über die so gut wie nichts in den Medien berichtet worden ist. Aber Unwissenheit entlässt nicht aus der Verantwortung. Drei Monate im Frühling des vergangenen Jahres wurden hunderte Millionen US-Amerikaner, Kanadier und Europäer einmal mehr aufgepeitscht zu einem Wahn militaristischer und patriotischer Empörung. Indem sie jedes Gerücht, jede Schlagzeile über Massengräber" und Genozid" glaubten, begrüßten diese professionellen Patrioten einschließlich angeblich liberaler Intellektueller eine Politik der Bomben für den Frieden". Trunken im Hass auf die primitiven, antiwestlichen und unbelehrbar schlimmen Serben applaudierten sie blutrünstig der Ermordung einfacher Jugoslawen sogar am orthodoxen Osterfest. Nachdem Milosevic dem Abzug seiner Truppen zugestimmt hatte, stellten die Medien ihre Berichterstattung nahezu ein. Die wenigen Reporter, die ihr Leben in Kosovo riskieren, hatten es schwer, von einer gelangweilten Öffentlichkeit in Westeuropa wahrgenommen zu werden, von den USA gar nicht zu reden. Schließlich haben wir ja gewonnen, oder nicht? Jetzt, konfrontiert mit den Gräueln des neuen Kosovo, weisen wir die Verantwortung für die Folgen unserer Taten von uns, indem wir sagen, dass wir nichts gewusst haben." Wo haben wir das schon gehört? (C) 2000 Daily Pennsylvanian via U-WIRE *** Sie sind eingeladen, diesen Artikel
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Quellenangabe www.emperors-clothes.com nicht zu vergessen! *** DRINGLICHER AUFRUF! (11. August 2001) WIR DANKEN ALLEN, DIE UNS BISHER FINANZIELL UNTERSTÜTZT HABEN! EMPEROR´S CLOTHES BEDARF IMMER NOCH IHRER HILFE! Von der George Soros-Stiftung wird Emperor´s Clothes nicht finanziert. Unsere einzige Geldquelle sind Menschen wie Sie. Alle Beiträge helfen. Unser Tätigkeitsbereich ist größer geworden, unsere Einnahmen leider nicht. Rechnungen für Telefongespräche und andere Kosten für die letzten Monate können wir nicht bezahlen. Derzeit können wir nur noch Ortsgespräche führen, alle anderen Telefondienste sind uns abgedreht worden. Weitere größere Beträge entfallen unter anderem auf Lexis, unsere wichtigste Suchmaschine. Wichtige Ausstattungsgegenstände wie etwa einen guten Laptop Computer und erforderliche Grafiksoftware können wir uns einfach nicht leisten. Fern- und Überseegespräche führen wir für Interviews (wenn wir einen Dolmetscher brauchen, sind sie umso aufwendiger), Beratungen mit Autoren, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu überprüfen und um Probleme bei Übersetzungen zu klären. Wir sind auch Medien außerhalb von Emperor´s Clothes behilflich. Mittels Ferngesprächen standen wir in ständiger Verbindung mit den Menschen, die das Haus von Präsident Milosevic bewachten, als es am 28. und 29. März angegriffen wurde. Deshalb konnten Sie genaue Berichte auf Emperor´s Clothes lesen der einzigen ehrlichen Quelle für wahre Berichte. Nach diesen Angriffen konnten wir direkt mit Menschen sprechen, die an den Verhandlungen zwischen Präsident Milodevic und den derzeitigen serbischen Behörden beteiligt waren. So wussten wir aus erster Hand, dass der Bericht der New York Times" über angebliche Selbstmorddrohungen Milosevics erlogen war. Unsere Telefonrechnungen betragen über tausend Dollar monatlich. Unser Zugang zu Ferngesprächen und internationalen Diensten ist abgedreht worden, weil unser Zahlungsrückstand fast $ 5.000.- beträgt. Wenn es so weiter geht, wird unser Telefonanschluss überhaupt gesperrt werden. Über $ 1.500.- müssen wir für Lexis bezahlen, unser wichtigstes Instrument für Recherchen, mit dem wir die Genauigkeit von Zitaten und Berichten aus Zeitungen aus den letzten 20 Jahren überprüfen können. Wenn alle, denen an Emperor´s Clothes gelegen ist, einen Beitrag leisten, sind wir sofort alle unsere finanziellen Sorgen los. Wenn jeder mit einer Spende beiträgt - $20, $50, $100 oder $1.000 sind wir im Nu aus der Gefahrenzone heraußen. So können Sie uns helfen 1 der einfachste und verlässlichste Weg - rufen Sie USA 617 916-1705 (am besten in der Zeit von 03.00 - 11.00 mitteleuropäische Zeit) an. Wir nehmen dann Ihre Kreditkarteninformation telefonisch entgegen. 2 oder benützen Sie unseren sicheren Server, indem Sie zu: http://emperors-clothes.com/german/howyourg.htm#donate gehen. (Wenn Sie den sicheren Server benutzen, senden Sie uns bitte eine Verständigung an emperors1000@aol.com.) 3 - oder schicken Sie uns einen Scheck an Emperor´s Clothes, P.O.Box 610-321, Newton, MA 02461-0321 schicken. DANKE! |